Klasse für Grundlagen des Designs und PrototypingProf.in Anne Bergner

Prof.in Anne Bergner, AM M.A. Andreas Bauer, AM M.A. Sebastian Lotz, LBA Maximilian Borchert, LBA Hannah Häußer, LBA Steffen Knöll

 

Machen, Material, Ideen ausleihen und nicht zurückgeben, Konstruktion, Kreativität, Altem, Neuem, Geschichten erzählen, Funktion, Schönheit, Menschen, Raum, Komplexität, Anfangen und Aufhören, Loslassen, Durchbeissen, genau hinschauen, Länge, Breite, Höhe, Präzision, Spielen, Spaß haben, Digital, Analog, Modelle, Werkzeuge, Kommunizieren, Reisen…

In der Klasse Grundlagen Design und Prototyping erkunden die Studierenden des Grundjahres der Studiengänge Industrial Design und Architektur (B.A.) vielfältige Zugänge zum Entwerfen und anwendungsbezogenem Gestalten. Das Arbeiten mit Modellen und Prototypen, iteratives Entwickeln sowie sensibles Wahrnehmen und ständiges Lernen im Gestaltungsprozess stehen dabei im Fokus. Zum einen vermitteln die Projekte und Übungen der Klasse Erfahrungen im Umgang mit Funktion, Konstruktion und Form. Zum anderen sind aber auch die Sensibilisierung für Materialitäten, Orte, Konzepte und Narrative in der Gestaltung wichtige Aspekte der Lehre.

 

90 Gramm, Weiß – Formstudien aus Papier

Einfaches, weißes Kopierpapier ist ein typisches Allerweltsprodukt. Als vermeintliches „Material ohne Eigenschaften“ ist es vielleicht nicht die erste Wahl, wenn es um die Gestaltung komplexer und spektakulärer Objekte geht. Dafür ist es aber in Corona-Lockdown-Zeiten wohl in jedem Haushalt verfügbar. Die Studierenden haben sich über mehrere Entwicklungsphasen hinweg dem weißen A4 Kopierpapier intensiv und ausdauernd angenommen. Der primäre Fokus lag auf der Formfindung und Entwicklung. Die entstandenen Papierobjekte sollten sich entweder als eine Hülle oder als ein Gefäß verstehen. Darauf folgend übertrugen die Studierenden ihre Unikaten in digitale Schnittmuster, die sie innerhalb der Grundklasse weiterreichten, gegenseitig nachbauten und nochmals weiterentwickelten. Die kühle Strenge der weißen Objekte wurde im finalen Schritt durch farbige Varianten ergänzt, um den individuellen Formen und Charakteren der Objekte stärkeren Ausdruck zu verleihen.